Archiv für März 2011

Burschentag in Eisenach zum Desaster machen – Männerbünde auflösen

Seit der Wiedervereinigung findet jährlich am Wochenende nach Pfingsten der sogenannte Burschentag der Deutschen Burschenschaft (DB) auf der Wartburg in Eisenach statt. Das erste Wartburgfest 1817 ist wichtiger Bestandteil burschenschaftlicher Geschichte: neben Reden zur Zukunft der „Deutschen Nation“ stand auch Bücherverbrennung auf dem Programm. Auch heute noch findet ein Fackelzug zum Burschenschaftsdenkmal statt. Hunderte Männer, meist in Anzug und Farben tragend, kommen an diesem Wochenende aus Deutschland und Österreich zusammen. Die örtlichen Unterkünfte sind belegt, die Kneipen sind voll, das Bier fließt in Strömen. Fast könnte man in der touristischen Idylle vergessen, dass es sich hierbei um ein Treffen rechts-konservativer bis neo- nazistischer Männerbünde handelt, das in seinen Grundfesten abzulehnen ist.

DEMONSTRATION

18. JUNI | 14:00 | HBF EISENACH

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Interview zu Verbindungen

In der Sommersemesterausgabe 2011 des AStA-Info wurden wir zusammen mit der Kampagne „Studentische Verbingungen auflösen“ um ein Interview zum Thema Vernindungen gebeten. Das Interviw führte das Referat für Gesellschafts- und Kulturktitik des AStA TU Berlin.

1. Wie viele Verbindungen sind in Berlin aktiv und was sind ihre derzeitigen Aktivitäten?

AfA TUB: In Berlin gibt es rund 120 Verbindungen, die meisten davon mit eigenen Häusern. Die Aktivitäten sind in Berlin, im Gegensatz zu anderen Städten wie Marburg oder Heidelberg, sehr begrenzt. Die größten Aktivitäten zeigen sie zu Beginn des Semesters, um neue Mitglieder zu werben. Ansonsten gibt es noch Veranstaltungen in ihren Häusern, mit Titeln wie „Politische Korrektheit. Das Schlachtfeld der Tugendwächter“ oder „Integration und Parallelgesellschaften in Berlin. – Grenzen der Toleranz“. Oft sind die Referenten Bundespolitiker der CDU/CSU oder Redakteure der Jungen Freiheit. Insgesamt geht die Zahl der Aktiven Burschis in Berlin zurück, sodass sich einige Verbindungen ohne Aktivas formell weiterbestehen oder mit anderen fusionieren. So fusionierten beispielsweise 2009 Corps Teutonia, Teutonen Berlin, Corps Rheno- Guestphalia Berlin und Corps Cheruscia Berlin zum neuen Corps Berlin.

St V a: Die Zahl an aktiven Verbindungsstudenten geht generell zurück. Doch man muss im Hinterkopf behalten, dass es die meisten Verbindungstypen bereits seit sehr langer Zeit gibt. Die Rückgänge sprechen also nicht unbedingt dafür, dass sich das Problem bald erledigt haben wird sondern das es gerade eine Schwankung gibt. Wenn man sich den gesellschaftlichen Diskurs – Stichworte Sarrazin, Islam etc.- genauer anschaut, spricht einiges dafür dass die Verbindungen auch wieder Zulauf bekommen könnten. Gerade hier in Berlin, aber auch bundesweit beschäftigen siesich ja mit genau diesen Themen.
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Rechtspopulismus in Charlottenburg-Wilmersdorf

Kreisverbandsgründung von “Pro Berlin” und auch “Die Freiheit” ist nicht untätig

Am 26.02 hat sich in Charlottenburg-Wilmersdorf ein Kreisverband der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung Pro Berlin“ gegründet. Damit haben jetzt sowohl die rechte Partei „Die Freiheit“ als auch „Pro Berlin“ einen Kreisverband im Bezirk und wollen sowohl in die Bezirksverordnetenversammlung als auch in das Berliner Abgeordnetenhaus einziehen.

mehr Infos:
Infoportal Charlottenburg-Wilmersdorf
Bündnis gegen Rechts Charlottenburg-Wilmersdorf

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