Archiv für September 2010

Nur Fußball ? – Ein Nachtritt – Eine Dokumentation zur Fußball WM 2010

Im Vorfeld der deutsch-nationalistischen Einheitsfeiern am 3.Oktober von uns noch einmal ein notwendiger Nachtrag zur Fußball-WM 2010 in Form einer Broschüre:

„Nach der WM/EM ist vor der WM/EM“. In zwei Jahren steht bereits wieder eine Fußball-EM an. Die Erfahrungen besonders seit der WM 2006 in Deutschland haben gezeigt, dass diese internationalen Großveranstaltungen eine wichtige Funktion haben und genutzt werden, um hier in Deutschland Nationalismus und Rassismus verstärkt zu verbreiten. Festzustellen war, dass der schwarz-rot-goldene Taumel 2010 auf dem nationalistischen Taumel von 2006 aufsetzte und diesen fortführte. Es ist nicht anzunehmen, dass dies in zwei oder vier Jahren viel anders sein wird. (…) Hervorstechend war auch, dass die DGB-Führung erklärtermaßen „auf einer Linie“ mit dem Kapitalistenverband (BDA) war und das Anschauen deutscher WM-Fußballspiele während der Arbeitszeit im nationalistischen Geist der „Betriebsgemeinschaft“ als „Motivationsbeitrag“ unterstützte. Einen oppositionellen Beitrag aus einem Großbetrieb haben wir dazu gefunden, der hier auch abgedruckt wird. Das ist wenig und zeigt, dass da noch viel zu tun ist. (…) Neben dem nationalistischen Taumel halten wir auch den Zusammenhang von Fußball und Militarismus für wichtig. Die Bundeswehr führt heute Krieg in Afghanistan, agiert weltweit militärisch, drängt verstärkt in Arbeitsämter sowie in die Schulen und Universitäten, schließt mit Betrieben, Krankenhäusern usw. „Patenschaften“, da darf der Männer-Fußball mit seinem riesigen Massenbeeinflussungsmöglichkeiten nicht fehlen. (…) Über nationalistische Massenspektakel wie Fußball-WM/EM hinaus geht es vor allem darum, im Kampf gegen den tagtäglichen deutschen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus, gegen Diskriminierung und Terrorisierung von als „undeutsch“ angesehenen Menschen die Zusammenarbeit und Auseinandersetzung unter fortschrittlichen GewerkschafterInnen und Antifas zu verstärken. Kritische Äußerungen und Anregungen zu dieser Dokumentation selbst sind wichtig für uns und würden uns freuen.“

zur Broschüre




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